Weiterbildungsmodule werden in vier Bereichen angeboten: Forschen und Experimentieren, ausserschulische Lernorte, Technik, Aufgabenkultur/Lernumgebungen.
Kinder sind neugierig. Sie staunen, wollen handeln, die Welt entdecken und erforschen. Sie stellen Fragen, haben einen grossen Wissensdurst, der gestillt werden will. Diese Neugier, Faszination und Begeisterung für naturwissenschaftliche Phänomene sollen auch bei Lehrpersonen wiedergeweckt und gestärkt werden. Persönliche Erfahrungen und ein unbeschwerter Umgang mit Experimenten und naturwissenschaftlichen Phänomenen bauen Hemmschwellen ab und bilden die Grundlage für eine lustvolle und wirksame Gestaltung von Lernumgebungen im naturwissenschaftlichen Unterricht.
Die Weiterbildungsmodule bieten einen Rahmen für Austausch, Diskussion und praktische Erfahrungen zum forschend-experimentierenden Unterricht.
Obwohl die Errungenschaften der Technik unser Leben in vielfältiger Weise prägen und das Technikverständnis ein wichtiges Bildungsziel darstellt, haben technische Themen im Kindergarten und in der Schule noch immer einen geringen Stellenwert. Die Angebote in dieser Weiterbildung widmen sich deshalb vor allem der Förderung des Technikverständnisses. Die angebotenen Module verdeutlichen dabei die verschiedenen Facetten der Technik: angefangen beim Arbeiten im Schnittbereich von Gestaltung und Technik im Kindergarten über den handelnden Umgang mit technischen Objekten in der Primarstufe bis hin zum Kennenlernen technischer Anwendungen der Naturwissenschaften sowie des Berufsfeldes Technik in der Sekundarstufe.
In allen Modulen geht es darum, die verschiedenen Kompetenzbereiche der Technik kennen zu lernen, Experimentiermaterialien zu erkunden und einzusetzen sowie den konkreten Transfer in den Unterrichtsalltag zu erproben und zu reflektieren.
Den Naturwissenschaften wird von Lernenden in Untersuchungen wie PISA eine hohe gesellschaftliche, aber keine persönliche Bedeutung zugeschrieben! Eine Folge davon sind die bekannten Probleme der naturwissenschaftlichen Fächer. Ausserschulische Lernanlässe wie ein Klassenausflug in den Wald, ein Besuch eines Museums oder des Technoramas können dem entgegenwirken. Im Fokus solcher Exkursionen steht nicht die Vermittlung von formalen Fachinhalten, sondern das eigene Erleben von naturwissenschaftlichen Phänomenen. Derartige Erfahrungen regen zum Staunen, zum Experimentieren und zum Nachdenken an. Damit wird ein Erfahrungshintergrund erzeugt, der den Phänomenen eine persönliche Bedeutung verleiht. Die angebotenen Module zeigen Wege auf, wie diese Erfahrungen im Unterricht so aufgegriffen werden können, dass dem Entstehen von leeren «Begriffshülsen» entgegengewirkt wird und die persönliche Bedeutung ins Zentrum rückt.
Lernumgebungen, Lern-, Übungs-, Anwendungs- und Prüfungsaufgaben beeinflussen im naturwissenschaftlich-technischen Unterricht das Lernen wesentlich. In den angebotenen Modulen wird entweder die intensive Auseinandersetzung mit einzelnen Aufgaben und Aufgabengruppen fokussiert oder es werden ganze Lernumgebungen thematisiert. Allen Modulen gemeinsam ist, dass sie sich am aktuellen Lehr- und Lernverständnis orientieren und zum Ziel haben, Schülerinnen und Schüler im naturwissenschaftlich-technischen Unterricht auf unterschiedlichen Kompetenzniveaus anzuregen und zu fördern.
In den angebotenen Modulen geht es darum, sich mit den verschiedenen Kompetenzbereichen des Fachs Natur und Technik auseinander zu setzen, Aufgaben oder Lernumgebungen zu entwickeln, zu erproben und zu reflektieren. Dem Erfahrungsaustausch wird in den Kursgruppen grosse Bedeutung beigemessen.